CV150: Kyrills Rede an die Herrinnen

Inhalt: Kyrill richtet sich in seinem Schreiben an die von ihm als ‚Kaiserinnen‘ angesprochenen Adres­satinnen, um diese in ihrem rechten Glauben zu bestärken. Sein wesentliches Ziel ist es darzulegen, dass Jesus Christus in jeder Beziehung göttlich und niemals bloß ein gewöhnlicher Mensch ist. Zu diesem Zweck führt er zunächst eine Reihe von Aussagen früherer Theologen an, die seine Auffassung bestärken, dann einen ganzen Katalog von Zitaten aus dem Neuen Testament. Letzteren fügt er je­weils einen kleinen Kommentar hinzu, mit dem der gerade in Rede stehende Aspekt der Gottheit Christi bewiesen werden soll.

Edition: Collectio Vaticana 150, ACO I,1,5 S. 62,3–118,38; ältere Edd.: PG 76, Sp. 1201–1336; Pusey (1965 [= 1868–1877]), Bd. 7 S. 154–262

Verzeichnisnummern: CPG 5219

Verfasser: Kyrill von Alexandria

Datierung: 430

Lat. Übersetzungen:  –

Literatur: Graumann (2002a), S. 323–333; van Loon (2009), S. 433–454

Aus dem Evangelium nach Lukas

(121) Ein Engel Gottes sagt zu Zacharias über den heiligen Täufer: „Und er wird dir
Freude und Jubel sein, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Er wird
nämlich groß sein vor dem Herrn und Wein und starkes Getränk nicht trinken und
mit heiligem Geist schon vom Schoß seiner Mutter an erfüllt werden und viele der
Söhne Israels zum Herrn, ihrem Gott, bekehren.“
Der selige Johannes sagt, als die
Juden ihn fragen: „Wer bist du?“:„Ich bin eine Stimme eines Rufenden in der Wüste. 
Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade.“ Als Zacharias dann auch
selbst prophetisch spricht, sagt er über seinen Sohn: „Und du, Kind, wirst Prophet des
Höchsten genannt werden. Du wirst nämlich dem Angesicht des Herrn vorangehen,
seine Wege zu bereiten, seinem Volk Kenntnis zu vermitteln von der Rettung in der
Vergebung ihrer Sünden.“
Er ging nämlich Christus voran und wurde sein Vorläufer
und verkündete, ihm die Wege vorzubereiten, und er verbreitete prophetisch die Bot­
schaft über ihn, wobei er [die Menschen zu ihm] bekehrte als einem Gott, der die
Macht hat, die in Sünde [Stehenden] zu rechtfertigen. Wie sollte Christus da nicht
Gott sein?

121 | 1–5 Und … bekehren]

Lk 1,14–16.

121 | 6 Wer … du]

Joh 1,19.

121 | 6–7 Ich … Pfade]

Vgl. Jes 40,3.

121 | 6 Ich … Wüste]

Joh 1,23.

121 | 7 Bereitet … Pfade]

Mk 1,3 parr., im Johannesevangelium stattdessen wie bei Jesaja ein einfaches εὐθύνατε τὴν ὁδὸν κυρίου.

121 | 8–11 Und … Sünden]

Lk 1,76f.

Die Akten des Konzils von Ephesus 431. Übersetzung, Einleitung, Kommentar

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