CV150: Kyrills Rede an die Herrinnen

Inhalt: Kyrill richtet sich in seinem Schreiben an die von ihm als ‚Kaiserinnen‘ angesprochenen Adres­satinnen, um diese in ihrem rechten Glauben zu bestärken. Sein wesentliches Ziel ist es darzulegen, dass Jesus Christus in jeder Beziehung göttlich und niemals bloß ein gewöhnlicher Mensch ist. Zu diesem Zweck führt er zunächst eine Reihe von Aussagen früherer Theologen an, die seine Auffassung bestärken, dann einen ganzen Katalog von Zitaten aus dem Neuen Testament. Letzteren fügt er je­weils einen kleinen Kommentar hinzu, mit dem der gerade in Rede stehende Aspekt der Gottheit Christi bewiesen werden soll.

Edition: Collectio Vaticana 150, ACO I,1,5 S. 62,3–118,38; ältere Edd.: PG 76, Sp. 1201–1336; Pusey (1965 [= 1868–1877]), Bd. 7 S. 154–262

Verzeichnisnummern: CPG 5219

Verfasser: Kyrill von Alexandria

Datierung: 430

Lat. Übersetzungen:  –

Literatur: Graumann (2002a), S. 323–333; van Loon (2009), S. 433–454

 





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Aus dem [Brief] an Timotheus

(85) „Paulus, Apostel Jesu Christi, nach der Anordnung Gottes, unseres Retters,
dem Timotheus, dem echten Kind im Glauben.“
Die Bezeichnung Retter kommt wohl
in gültiger und auf wahrhaftige Weise niemand anderem in größerem Maße zu als
allein dem der Natur nach existierenden Gott. So hat ihn der Mystagoge auch gerade
genannt. Doch auch unser Herr Jesus Christus ist Retter. Er trägt schließlich den
Namen Jesus und der selige Engel sagte, indem er die Bedeutung oder eben die genaue
Übersetzung des Namens darlegte: „Du wirst ihm den Namen Jesus geben. Er wird
nämlich sein Volk von ihren Sünden erretten.“
Christus ist nun also Gott, wenn er
denn ‚Retter aller Menschen ist‘,
wie der Göttliches kündende Paulus sagt.

85 | 1–2 Paulus … Glauben]

1 Tim 1,1f. unter Auslassung von καὶ Χριστοῦ Ἰησοῦ τῆς ἐλπίδος ἡμῶν.

85 | 7–8 Du … erretten]

Mt 1,21.

85 | 8–9 wenn … ist]

Vgl. 1 Tim 4,10.

Die Akten des Konzils von Ephesus 431. Übersetzung, Einleitung, Kommentar

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