CV150 (Dok. 40): Kyrills Rede an die Herrinnen

Inhalt: Kyrill richtet sich in seinem Schreiben an die von ihm als ‚Kaiserinnen‘ angesprochenen Adres­satinnen, um diese in ihrem rechten Glauben zu bestärken. Sein wesentliches Ziel ist es darzulegen, dass Jesus Christus in jeder Beziehung göttlich und niemals bloß ein gewöhnlicher Mensch ist. Zu diesem Zweck führt er zunächst eine Reihe von Aussagen früherer Theologen an, die seine Auffassung bestärken, dann einen ganzen Katalog von Zitaten aus dem Neuen Testament. Letzteren fügt er je­weils einen kleinen Kommentar hinzu, mit dem der gerade in Rede stehende Aspekt der Gottheit Christi bewiesen werden soll.

Edition: Collectio Vaticana 150, ACO I,1,5 S. 62,3–118,38; ältere Edd.: PG 76, Sp. 1201–1336; Pusey (1965 [= 1868–1877]), Bd. 7 S. 154–262

Verzeichnisnummern: CPG 5219

Verfasser: Kyrill von Alexandria

Datierung: 430

Lat. Übersetzungen:  –

Literatur: Graumann (2002a), S. 323–333; van Loon (2009), S. 433–454

​(125) „Nun entlässt du deinen Knecht, Herr, nach deinem Wort in Frieden, weil
​meine Augen deine Rettung gesehen haben, die du vor dem Angesicht aller Völker
​​ bereitet hast, ein Licht zur Offenbarung für die Nationen und zum Ruhm deines Vol­‐
​kes Israel.“
Als Simeon Jesus auf den Arm nimmt, sagt er solche Dinge über ihn. In
​welcher Hinsicht ist er also Rettung, in welcher Hinsicht gar Licht zur Offenbarung
​für die Nationen, wenn er nicht wahrhaftig Gott ist: der eine und alleinige Sohn, als
​Logos natürlich aus dem Vater [gezeugt], derselbe aber dem Fleisch nach von einer
​Jungfrau [geboren]? Welche Offenbarung soll sich denn für die Nationen ereignet
​haben wenn nicht [die], dass sie erkannt haben, dass er Gott ist und sie, wenn sie ihm
​dienen, der Anklage entgehen, einem anderen Gott zu dienen als dem einen von Natur
​aus und wahrhaftig [existierenden]?

125 | 1–4 Nun … Israel]

Lk 2,29–32.

125 | 4 Als … nimmt]

Vgl. Lk 2,28.

Die Akten des Konzils von Ephesus 431. Übersetzung, Einleitung, Kommentar

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