CV150 (Dok. 40): Kyrills Rede an die Herrinnen

Inhalt: Kyrill richtet sich in seinem Schreiben an die von ihm als ‚Kaiserinnen‘ angesprochenen Adres­satinnen, um diese in ihrem rechten Glauben zu bestärken. Sein wesentliches Ziel ist es darzulegen, dass Jesus Christus in jeder Beziehung göttlich und niemals bloß ein gewöhnlicher Mensch ist. Zu diesem Zweck führt er zunächst eine Reihe von Aussagen früherer Theologen an, die seine Auffassung bestärken, dann einen ganzen Katalog von Zitaten aus dem Neuen Testament. Letzteren fügt er je­weils einen kleinen Kommentar hinzu, mit dem der gerade in Rede stehende Aspekt der Gottheit Christi bewiesen werden soll.

Edition: Collectio Vaticana 150, ACO I,1,5 S. 62,3–118,38; ältere Edd.: PG 76, Sp. 1201–1336; Pusey (1965 [= 1868–1877]), Bd. 7 S. 154–262

Verzeichnisnummern: CPG 5219

Verfasser: Kyrill von Alexandria

Datierung: 430

Lat. Übersetzungen:  –

Literatur: Graumann (2002a), S. 323–333; van Loon (2009), S. 433–454

Aus dem [Brief] an die Hebräer

​(78) „Wenn er aber den Erstgeborenen einführt in die Welt, spricht er: Und alle En­‐
​gel Gottes sollen ihn verehren.“
Der aus dem Vater [gezeugte] Logos wird der Natur
​entsprechend Einziggeborener genannt, weil er als einziger aus einem Einzigen, dem
​Vater, gezeugt worden ist. Man hat zu ihm aber auch Erstgeborener gesagt, als er denn
​in die Welt gekommen und Mensch und Teil von ihr geworden ist. Allerdings wird er
​auch unter diesen Bedingungen von den heiligen Engeln verehrt, obwohl es allein Gott
​obliegt und zukommt, auch verehrt werden zu müssen. Wie sollte Christus, der sogar
​im Himmel verehrt wird, [da] nicht Gott sein?

78 | 1–2 Wenn … verehren]

Hebr 1,6 unter Auslassung des πάλιν, welches sich auf den Vorgang der Einführung bezieht (ebenso zit. in CV149,8,4 – 5, ACO I,1,5 S. 29,17–19 [Dok. 41]).

78 | 1–2 Und … verehren]

Vgl. Dtn 32,43.

Die Akten des Konzils von Ephesus 431. Übersetzung, Einleitung, Kommentar

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